Informationen zum Thema "Lernen lernen"

gib Lernschwierigkeiten keine chance: Lerntechniken

Von Lerntechniken hört und liest man immer wieder. Menschen können mit einfachen Tricks erstaunliche Merkleistungen erreichen. Einige der bekanntesten Techniken habe ich hier zusammengestellt. Viel Spaß beim Ausprobieren:

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Lernblockaden: Wenn gar nichts mehr geht

Lernblockaden

Manchmal kommt es einen so vor, als säße ein Elefant auf der Leitung. Man lernt und lernt und lernt und es bleibt einfach nichts im Kopf hängen. Als Ursache hierfür wurden verschiedene Lernhemmungen identifiziert, die hier kurz beschrieben werden:

 

Rückwirkende Hemmung

Werden mehrere Lerneinheiten pro Tag ununterbrochen wiederholt, verdrängt der zuletzt gelernte Inhalt den ersten teilweise. Der erste Lernstoff kann nicht nachwirken. Dadurch wird der Übergang der Informationen ins Langzeitgedächtnis behindert.

 

Folgehemmung

Werden mehrere Lerneinheiten pro Tag gelernt, erschwert die erste Lektion das Behalten der zweiten.

 

Ähnlichkeits- bzw. Gedächtnishemmung

Je ähnlicher sich der Inhalt zwei aufeinanderfolgender Lerneinheiten ist, desto mehr überlappen sie sich und desto eher können sie den Lernerfolg verhindern. Aufgrund dieser inhaltlichen Nähe kann es bei der Einordnung der Informationen im Langzeitgedächtnis  zu Verwechslungen kommen.


Erinnerungs- bzw. Wiedergabehemmung

Werden kurz vor der Wiedergabe der alten (bereits gelernten) Informationen noch einmal neue Lernprozesse in Gang gesetzt, indem neue Lerninhalte bearbeitet werden, hemmen die neuen Informationen den Abruf der alten Informationen.

 

Affektive Hemmung

Emotionen spielen beim Lernen eine große Rolle. So können beispielsweise Angst, Zorn, Schmerz oder Euphorie den Lerneffekt beeinträchtigen.

 

Assoziative Hemmung

Einmal falsch gelernte Inhalte erschweren das Lernen der richtigen Informationen.

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Lerntipps: Mit diesen Tipps und Tricks geht lernen einfacher

Lerntipps

Lernen funktioniert auf Dauer nicht von jetzt auf gleich, sondern ist ein zum Teil langer Prozess. Je schwieriger der Lerninhalt wird, desto langwieriger kann der Lernvorgang werden. Folgende Tipps können beim Lernen helfen:

 

Arbeitsplatz

Der Arbeitsplatz sollte hell, ruhig und aufgeräumt sein. Störquellen jeglicher Art, vor allem akustische Störquellen (z. B.: Musik) sollten vermieden werden.

 

Thematisch unterschiedliche Lerneinheiten

Für eine bessere Konzentration und Aufmerksamkeit sollten sich die Lerninhalte inhaltlich abwechseln, dass heißt keine verwandtschaftliche Beziehung aufweisen. Wird etwa für das Fach Mathematik gelernt, ist als zweite Lerneinheit eine Fremdsprache geeigneter als beispielsweise Physik.


Lernen mit allen Sinnen

Das Benutzen mehrerer Sinne - Hören, Sehen, Handeln, Sprechen - hat sich als sehr lerneffektiv herausgestellt (z. B.: farbiges Markieren wichtiger Stellen im Text, Stichwortzettel schreiben, Vortrag halten, laut Vorlesen, laut Denken, Übersichten gestalten).

 

Regelmäßige Pausen

 

Wiederholungen

Es gibt drei Methoden des Wiederholens von Lerninhalten. Beim aktiven Rezitieren werden die gelernten Inhalte wiedererkannt und können besser reproduziert werden. Anstatt einer passiven Informationsaufnahme führt das Rezitieren zur aktiven Aufmerksamkeit und fördert den Lernprozess. Die zweite Methode ist das Überlernen. Grundsätzlich genügt es, wenn nur solange gelernt wird, bis der Lerninhalt gerade so beherrscht wird. Beim Überlernen werden darüber hinaus weitere 5, 10 oder sogar 20 Wiederholungen des gleichen Lerninhaltes durchgeführt. Die Effektivität des Überlernens konnte wissenschaftlich nicht bestätigt werden. Es konnte kein Wissensvorsprung der Überlerner festgestellt werden.

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Lerntyp: Auf welche Art kann mein Kind am besten lernen?

Lerntypen

Jeder Mensch lernt anders. Die einen prägen sich Informationen durch bloßes Zuhören ein, die anderen lernen besser, wenn sie mitschreiben oder malen und wieder andere können sich Dinge besser merken, wenn sie mit anderen darüber sprechen oder damit experimentieren. Eine entscheidende Rolle spielt hier der jeweils vevorzugte Wahrnehmungskanal. Das menschliche Gehirn kann Informationen über den visuellen, auditiven, kommunikativen und / oder motorischen Kanal verarbeiten.

 

Warum ist die Bestimmung des Lerntyps wichtig?

Damit Kinder schnell und effektiv Informationen erfassen und abspeichern können, sollte die Lernmethode auf den jeweiligen Lerntyp abgestimmt werden.

 

Wie können die einzelnen Lerntypen am besten gefördert werden?

Der visuelle Lerntyp lernt über Sehen und Beobachten. Ihm sollten Informationen visualisiert dargeboten werden. Am Besten eignen sich hierfür Erstellen von Mindmaps, selbst gemalte Bilder, Verwenden farbiger Stifte und Marker, Flipcharts, Grafiken, Fotos, Videos, Filme oder Fernsehbeiträge. Als Lernhilfen bieten sich Bücher, Skizzen, Bilder, Lernkarteien, Internet und Lernposter an.

 

Der auditive Lerntyp lernt über das Gehör. Informationen sollten ihm über die Ohren angeboten werden. Dafür eignen sich zum Beispiel besprochene CDs, MP3s, Dokumentationen im Radio und das Vorlesen der Lerninhalte, Vorträge, Hörbücher und Musik.


Der kommunikative Lerntyp lernt am Besten über den Austausch mit anderen. Die Informationen sollten ihm in Form eines gemeinsamen Gesprächs vermittelt werden. Für diesen Lerntyp sind Diskussionen, Gesprächskreise, Widersprüche, Anregen zum Nachdenken und Sprechen über die Themen, Gruppengesprächen, Rollenspiele und das gemeinsame Lernen mit anderen Kindern förderlich.

 

Der motorische Lerntyp lernt durch und mit Bewegung. Er experimentiert gern, um die Dinge besser nachvollziehen zu können. Dadurch ist er am Lernprozess direkt beteiligt und sammelt seine Informationen und Erfahrungen beim aktiven Tun. Zum Beispiel sind das Nachbauen von Dingen, Ausrechnen und Nachlegen von Rechenaufgaben mit verschiedenen Materialien oder das Ablaufen von Längen förderlich für diesen Lerntyp.

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